Spielzeugmuseum

Spielzeug Museen sind nicht nur für Kinder schön und interessant, sondern auch oder vor allem für die Eltern und Großeltern. Während den Kinder in der Regel die Möglichkeit geboten wird mit den unterschiedlichsten Dingen zu spielen, können die älteren Generationen über die historischen Spielzeuge staunen und sich an ihre eigene Kindheit zurückerinnern. Der Besuch im Spielzeugmuseum ist also auch immer eine kleine und emotionale Reise in die eigene Vergangenheit.

Die allermeisten Spielzeugmuseen werben mit dem Motto „erleben und ausprobieren“. So wird der Besuch unter keinen Umständen langweilig, sondern sorgt ganz im Gegenteil für eine Menge Begeisterung und den großen Wunsch bald wiederzukommen.

Natürlich ist jedes Spielzeugmuseum immer ein Stückchen anders und vor allem besonders. Aber es gibt eine Reihe von Spielsachen, die man sicherlich in jedem der vielen Museen bestaunen und bespielen kann.

Die Welt der Puppen

Puppen gehören vermutlich zu den ältesten und beliebtesten Spielzeugen aller Kinder. Aber auch die Generationen die selbst lange nicht mehr mit Puppen spielen, verlieren ihre Begeisterung an den menschenähnlichen Puppen oft nicht. So werden aus den kleinen zarten Wesen Souvenir oder Sammlerobjekte die fein säuberlich und gut behütet in den Vitrinen dieser Welt sitzen.

Man schätzt, dass die ersten Puppen bereits im 15. Jahrhundert hergestellt wurden. Natürlich haben die Puppen von damals nur noch wenig Ähnlichkeit mit denen die man heute kaufen kann. Früher waren sie auch gar nicht zum Spielen gedacht, sondern dienten vor allem zum kulturellen Zwecke und hatte nicht selten eine religiöse Bedeutung.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Puppen. Teilweise kann man die im Folgenden genannten Puppenarten auch im Spielzeugmuseum seiner Wahl wiederfinden.

Künstlerpuppen: Diese Puppen sind nach dem Entwurf eines bekannten Künstlers gefertigt worden und nur in geringer Auflage verfügbar. Diese Puppen sind Unikate mit einem meist hohen Wert und eine echte Bereicherung für Sammler.

Modepuppen: Diese Art von Puppen kennt man auch heute noch. In Bekleidungsgeschäften tragen die Nachbildungen erwachsener Männer und Frauen die aktuelle Kollektion.

Grödner Gliederpuppe: Hierbei handelt es sich um gedrechselte Holzpuppen, die im Rahmen einer Massenproduktion im 19. Jahrhundert in den verschiedensten Größen hergestellt wurde. Die kleinste dieser Puppen hat eine Größe von gut einem Zentimeter, wohingegen die größte dieser Puppen über einen halben Meter groß ist.

Die Matrjoschka: Ein Satz von mehreren ineinander verschachtelten Holzpuppen. Diese sind von innen hohl.

Das Monchichi: Diese Puppe ist eigentlich gar keine richtige Puppe sondern eine Kombination aus Stofftier und Kinderpuppe. Bekannt wurde sie ab den 1970er Jahren und löste eine weltweite Welle der Begeisterung aus.

Trinkende und Essende Puppen: Diese Art von Puppe wurde mit der Geburt der Baby Born ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine Puppe mit einigen lebensechten Funktionen. Durch eine Öffnung im Mund kann diese Puppe mit Flüssigkeit gefüttert werden.

Teddybären

Auch Teddybären sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil der Spielzeugwelt und bei jung und alt bekannt sowie beliebt. Den Teddybären gibt es in den unterschiedlichsten Größe und Farben und sein Innenleben besteht zumeist aus Baumwolle oder Watte. Während Kinder mit den beliebten Tierchen spielen, sind Teddybären für Erwachsende oft der Grund einer großen Sammelleidenschaft. Beim Ursprung des Teddybären sind sich Amerikaner und Deutsche uneinig. Möglicherweise wurden die ersten Bären auch parallel auf beiden Kontinenten hergestellt. 1902 jedenfalls erschuf der deutsche Richard Steiff den ersten Teddybär mit beweglichen Armen und Beinen.

Kaufmannsläden

Ein Kaufmannsladen ist seit dem 20. Jahrhundert ein bis heute beliebtes Spielzeug für Kinder der verschiedensten Altersklassen. Er stellt ein Einzelhandelsgeschäft dar, welches den Kunden mit den verschiedensten Produkten des täglichen Bedarfs versorgen soll. Der Kaufladen erfreut sich großer Beliebtheit nicht nur zuhause. Auch in Kindergärten finden sich selbige sehr oft, da sie das kindliche Rollenspiel und die Kommunikation untereinander fördern.

Züge und Modelleisenbahnen

Modelleisenbahnen sind kleine Nachbauten von richtigen Eisenbahnen und in erster Linie eine Sammelleidenschaft der älteren Semester. Dargestellt und Nachgebildet werden meist Landschaften, Gebäude und eben Fahrzeuge. Originale Modelleisenbahnen fahren durch einen eingebauten Antrieb meist selbst. Die Steuerung kann manuell oder halbautomatisch mit Hilfe eines Bedienpultes geschehen. Oft sind die Bahnen auch vollautomatisch gesteuert. Dies lässt sich mit Hilfe von intelligenter Elektronik oder einem Computer realisieren.

Wie man sehen kann ist Spielzeug seit hunderten von Jahren ein wichtiger Bestandteil der kindlichen aber auch der erwachsenen Welt. In dutzenden deutschen Spielzeugmuseen kann man die einmalige Chance ergreifen, die Geschichte des Spielzeugs kennenzulernen und nachzuempfinden welchen Ursprung die heutigen Spielsachen haben.